Aschenputtel
Erzählt auf Schwedisch, Englisch, Norwegisch
Mitlese-Text auf Deutsch, Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch und Spanisch.
Erzählt auf Schwedisch, Englisch, Norwegisch
Mitlese-Text auf Deutsch, Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch und Spanisch.
Vor langer Zeit lebte ein reicher Mann, dessen Frau sehr krank wurde. Als sie spürte, dass das Ende nahte, rief sie ihre einzige Tochter zu sich und sagte: 'Liebes Kind, sei immer brav und fromm, dann werde ich vom Himmel auf dich herabschauen und über dich wachen.' Dann schloss sie die Augen und starb. Das Mädchen weinte jeden Tag am Grab seiner Mutter, und als der Winter kam, bedeckte der Schnee den Grabhügel wie eine weiße Decke. Als der Frühling den Schnee fortnahm, heiratete ihr Vater erneut.
Die neue Frau brachte zwei Töchter mit. Sie waren von außen schön, doch böse und schwarz im Herzen. Bald begannen schwere Zeiten für das kleine Mädchen. 'Soll der dumme Tropf bei uns in der Stube sitzen?' sagten sie. Sie nahmen ihm die schönen Kleider weg, gaben ihm einen grauen Arbeitskittel und hölzerne Schuhe und jagten es in die Küche. Dort musste es vom Morgen bis zum Abend arbeiten: Wasser tragen, Feuer anzünden, kochen und waschen. Am Abend, wenn es müde war, musste es sich am Herd in die Asche legen. Und darum nannten sie es Aschenputtel.
Eines Tages wollte der Vater zum Markt reisen. Er fragte seine drei Töchter, was er ihnen mitbringen sollte. 'Schöne Kleider,' sagte die erste. 'Perlen und Edelsteine,' sagte die zweite. 'Vater,' sagte Aschenputtel, 'gib mir das erste Reis, das dir auf dem Heimweg an den Hut stößt.' Auf dem Heimweg ritt er durch einen grünen Wald, und ein Haselreis streifte seinen Hut, sodass er herunterfiel. Er brach das Reis ab und nahm es mit. Daheim bekamen die Töchter ihre Kleider und Perlen. Aschenputtel nahm das Reis, ging zum Grab seiner Mutter, pflanzte es dort und begoss es mit seinen Tränen.
Das Reis wuchs und wurde ein schöner Baum. Dreimal am Tag ging Aschenputtel hin, weinte und betete. Und jedes Mal kam ein kleines weißes Täubchen und setzte sich in die Zweige. Wünschte sich Aschenputtel etwas, so warf das Täubchen ihm herab, was es sich gewünscht hatte. Da geschah es, dass der König ein großes Fest ausrufen ließ, das drei Tage dauern sollte. Alle schönen jungen Mädchen im Land waren geladen, damit der Prinz sich eine Braut wählen könne. Als die beiden Stiefschwestern das hörten, freuten sie sich. 'Aschenputtel,' riefen sie, 'komm, kämme uns das Haar, putze unsere Schuhe und schnalle unsere Spangen. Wir gehen auf das Schloss des Prinzen!'
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