Die große Rübe

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Es war einmal ein Großvater, der hatte einen kleinen Garten. Eines Frühlingstages nahm der Großvater ein kleines Rübensamenkorn in die Hand. Er grub ein kleines Loch in die weiche Erde. Er legte das Samenkorn ins Loch. Er deckte es mit Erde zu. 'Wachs nun, kleine Rübe,' sagte der Großvater. 'Wachs schön und groß.' Dann ging er nach Hause und trank Tee. Die Sonne schien warm über den Garten. Ein kleiner Vogel sang auf dem Dach. Alles war still.

Die Sonne schien. Der Regen fiel. Ein kleiner grüner Keim guckte aus der Erde. Dann wurde er ein Blatt. Dann zwei Blätter. Dann wurden die Blätter groß wie Flügel. Und die Rübe? Sie wuchs und wuchs. Sie wurde rund. Sie wurde dick. Sie wurde größer als der Großvater. Sie wurde größer als ein Kürbis. Bald war die Rübe riesengroß. Die allergrößte Rübe der ganzen Welt. Und der Großvater lächelte nur. 'Wie schön du geworden bist, kleine Rübe,' sagte er.

Eines Morgens sagte der Großvater: 'Heute hole ich die Rübe heraus.' Er setzte den Hut auf. Er zog die Handschuhe an. Er ging in den Garten. Er stellte sich neben die große Rübe. Er packte die Blätter mit beiden Händen. Er zog. Er zog und zog. Aber die Rübe saß fest. Er zog noch einmal, so fest er konnte. Aber nein. Die Rübe bewegte sich kein Stückchen. Sie war viel, viel zu groß. Der Großvater schnaufte. 'Oje, oje,' sagte er. 'Diese Rübe schaffe ich nicht allein.'

Da rief der Großvater: 'Großmutter! Komm und hilf mir!' Die Großmutter kam aus der Küche. Sie hatte Mehl an den Händen. Sie stellte sich hinter den Großvater. Sie hielt sich an seiner Jacke fest. Der Großvater hielt sich an der Rübe fest. Und so zogen sie. Die Großmutter zog den Großvater. Der Großvater zog die Rübe. Sie zogen und zogen. Aber die Rübe saß fest. Sie zogen noch einmal, so fest sie konnten. Aber nein. Die Rübe bewegte sich nicht. Sie war viel zu groß. 'Wir brauchen noch Hilfe,' sagte die Großmutter.

Da rief die Großmutter: 'Kleines Mädchen! Komm und hilf uns!' Das kleine Mädchen kam von der Wiese gerannt. Sie hatte einen Strauß Blumen in der Hand. Sie ließ die Blumen ins Gras fallen. Sie stellte sich hinter die Großmutter. Sie hielt sich am Rock der Großmutter fest. Die Großmutter hielt sich am Großvater fest. Der Großvater hielt sich an der Rübe fest. Und so zogen sie. Sie zogen und zogen. Aber die Rübe saß fest. Sie zogen noch einmal, so fest sie konnten. Aber nein. Die Rübe wollte nicht heraus. Sie war viel zu groß. 'Wir brauchen noch mehr Hilfe,' sagte das Mädchen.

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