Der Inari-Fuchs am roten Tor
Erzählt auf Schwedisch, Englisch, Norwegisch
Mitlese-Text auf Deutsch, Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch und Spanisch.
Erzählt auf Schwedisch, Englisch, Norwegisch
Mitlese-Text auf Deutsch, Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch und Spanisch.
Am Rand eines stillen Waldes stand ein Tor. Das Tor war rot. Das röteste Rot. Es hieß Torii. Unter dem Tor saß ein kleiner weißer Fuchs. Sie hieß Yuki. Still, still saß sie dort. Sie wachte über den Wald. Sie wachte über den Pfad. Sie wachte über alle, die vorbeigingen.
Yuki war ein Kitsune. Das ist ein Fuchs aus Japan. Ein kleiner Waldgeist. Sie war weiß wie Schnee. Die Ohren waren spitz. Der Schwanz war lang und weich. In der Dämmerung leuchtete der Schwanz ein wenig, ein wenig. Wie eine kleine Lampe. Aber am Morgen war sie nur ein gewöhnlicher weißer Fuchs. Eine kleine Wache am roten Tor.
Die Sonne ging auf. Sie war rund und gelb. Yuki blinzelte. Sie gähnte ein kleines Gähnen. Dann setzte sie sich gerade hin. Eine Wache sitzt immer gerade. Sie wedelte ein wenig mit dem Schwanz. Das war ihr Hallo an den Morgen. Guten Morgen, Sonne. Guten Morgen, Tor. Guten Morgen, Wald.
Bald kam jemand den Pfad entlang. Es war ein Mädchen. Sie hieß Hana. Hana hatte eine kleine Schale mit Reis. Weißer Reis. Warmer Reis. Sie ging langsam die Steine hinauf. Sie stellte die Schale nah ans Tor. Sie verbeugte sich tief. Still, still. Dann lächelte sie Yuki an.
'Guten Morgen, kleiner Fuchs', sagte Hana sanft. Yuki sagte nichts. Füchse sprechen nicht mit Worten. Aber sie neigte den Kopf. Das war ihr Danke. Hana lachte ein kleines Lachen. Dann drehte sie sich um und ging. Weg, weg. Zwischen den Bäumen. Yuki schaute auf den Reis. Sie rührte ihn nicht an. Es war ein Geschenk. Geschenke darf man stehen lassen.
Die Sonne stieg höher. Der Wald war still. Ein kleiner Wind kam. Er hob ein paar Blätter. Er hob Yukis Fell. Sie schloss die Augen einen Moment. Nicht schlafen. Nur fühlen. Der Wind roch nach Kiefer. Der Wind roch nach Moos. Der Wind roch nach warmem Reis. Still, still.
Dann kam noch jemand. Ein kleiner Junge. Er hieß Ren. Ren rannte ein wenig. Er blieb stehen. Er rannte wieder. In der Hand hielt er etwas. Ein kleines Stück Holz. Es war ein Omamori. Ein kleiner hölzerner Schutz. Es war auf den Pfad gefallen. Ren hatte es gefunden. Jetzt wollte er es zurückbringen.
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