Das Moos-Kissen-Fest

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Tief im Wald, wo die Bäume flüsterten und das Moos dick und weich war, wohnte eine kleine Maus namens Mira. Mira hatte kleine rosa Ohren und einen langen Schwanz. Als der Mond über den Kiefern aufging, trat sie aus ihrem kleinen Bau heraus. Heute Abend war ein ganz besonderer Abend.

Mira wollte ein kleines Fest feiern. Kein großes, lautes Fest, sondern ein leises, gemütliches Fest. Nur für ihre nächsten Nachbarn. Sie hatte den ganzen Tag alles vorbereitet. Jetzt wartete sie auf der kleinen Lichtung, wo der Mond wie eine Lampe schien.

Auf der Lichtung lagen vier weiche Mooskissen im Kreis. Eines für jeden Gast. Neben jedem Kissen stand ein kleiner Eichelbecher voll Tautropfentee. Auf einem Birkenrindentablett lagen Blaubeeren und kleine Samen und ein Stück Honigkuchen. Mira nickte. Alles war genau, wie es sein sollte.

Da hörte Mira ein leises Rascheln. Tapp, tapp, tapp im Laub. Es war Igge, der Igel. Er kam langsam heran, seine kleinen Stacheln voller Blätter. Er gähnte groß. 'Guten Abend, kleine Mira', sagte er mit verschlafener Stimme. 'Du hast so schön gedeckt.'

Mira piepste fröhlich: 'Willkommen, Igge! Setz dich auf dein Kissen.' Igge rollte sich zu seinem Mooskissen und sank hinein. Er stupste die Nase in den Eichelbecher und nahm einen kleinen Schluck. 'Mmm', sagte er. 'Tautropfentee. Mein Lieblingstee.' Dann blinzelte er langsam mit den Augen.

Schwupp. Schwupp. Etwas Weiches flog durch die Luft. Es war Bea, die kleine Fledermaus. Sie landete leise auf einem Ast und hing kopfüber. 'Hallo, Mira', flüsterte sie. 'Ich bin so müde. Ich bin den ganzen Weg von der Scheune geflogen.' Mira lächelte. 'Komm runter und setz dich. Hier ist auch ein Kissen für dich.'

Bea ließ den Ast los und flatterte hinunter zu ihrem Kissen. Sie faltete die Flügel zusammen wie einen kleinen Umhang. 'Wie weich es ist', sagte sie. 'Das Mooskissen ist wie eine Wolke.' Sie nahm eine Blaubeere vom Birkenrindentablett und kaute leise. Ihre Augen wurden klein und glänzend.

Als letzter kam Bertil. Bertil war ein kleiner Käfer mit einem glänzenden Rücken, der im Mondlicht schimmerte. Er krabbelte auf seinen sechs kleinen Beinen heran. Krrr, krrr, krrr. Er gähnte so sehr, dass sein kleiner Mund ganz rund wurde. 'Tut mir leid, dass ich spät bin', sagte er. 'Ich habe mich unterwegs etwas ausgeruht.'

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