Die Prinzessin auf der Erbse

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Es war einmal ein Prinz. Er wohnte in einem kleinen Schloss am Meer. Der Prinz wollte so gern heiraten. Aber er wollte nur eine echte Prinzessin heiraten. Keine beliebige Prinzessin. Eine wahre, echte Prinzessin. Keine andere taugte. Also packte er sein kleines Köfferchen. Er setzte die Krone auf den Kopf. Und er zog hinaus in die Welt, um zu suchen.

Der Prinz reiste über Berge und Täler. Er reiste über Meere und große Wälder. Er traf viele Prinzessinnen auf seiner Reise. Eine Prinzessin lachte viel zu laut. Eine Prinzessin wusste nicht, wie eine Blume heißt. Eine Prinzessin konnte nicht guten Morgen sagen. Es war immer etwas, das nicht stimmte. Nie ganz so, wie es sein sollte. Zum Schluss reiste der Prinz wieder nach Hause. Er war müde und ein wenig traurig.

Im Schloss wohnten die Mutter und der Vater des Prinzen. Das waren der alte König und die alte Königin. Sie sahen, dass der Prinz traurig war. 'Keine Sorge, mein Kleiner', sagte die Königin. 'Wir werden schon eine echte Prinzessin für dich finden.' Die Königin war sehr klug. Sie wusste, wie man echte Dinge findet. Aber sie sagte kein Wort über ihren Plan. Sie lächelte nur in sich hinein.

Eines Abends kam ein furchtbares Unwetter. Der Himmel wurde schwarz wie die Nacht. Der Donner krachte. Der Blitz erleuchtete den ganzen Himmel. Der Regen goss in Strömen. Der Wind heulte um die Türme des Schlosses. Drinnen im Schloss leuchtete der Kamin warm. Die Königin lauschte dem Regen an den Scheiben. Da hörte sie noch etwas anderes. Klopf, klopf, klopf. Jemand klopfte an das große Tor des Schlosses.

Der alte König nahm seine Laterne. Er ging selbst hinunter zum Tor. Er öffnete die große schwere Tür. Der Wind zerrte an seinem Mantel. Und draußen im Regen stand ein Mädchen. Sie war ganz allein. Sie war nass von Kopf bis Fuß. Das Wasser lief ihr aus dem Haar. Das Wasser lief aus ihrem Kleid. Es lief vorne in ihre Schuhe hinein. Und hinten an den Fersen wieder heraus.

Das Mädchen lächelte trotzdem mitten im Regen. Sie hatte ein kleines tropfendes Krönchen auf dem Kopf. 'Guten Abend, lieber König', sagte sie. 'Ich bin eine echte Prinzessin. Darf ich einen Moment hereinkommen?' Der alte König war erstaunt. Eine echte Prinzessin? In dieser Regenpfütze? Er bat sie trotzdem herein. 'Komm, komm, kleine Freundin, du frierst ja.' Die Königin sah das Mädchen an. Und sie lächelte ihr heimliches kleines Lächeln.

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